Exkursionsbericht: Grabung im Bereich der ehemaligen Bornplatz-Synagoge

Am 18. Oktober unternahm der Hamburger Vorgeschichtsverein eine kleine Exkursion in Hamburg zum Joseph-Carlebach-Platz unweit der Universität Hamburg. Dort führt das Archäologische Museum Hamburg derzeit Ausgrabungen im Bereich der ehemaligen Bornplatz-Synagoge durch.

Der Grabungsleiter Kay-Peter Suchowa nahm sich viel Zeit, uns sowohl die bewegende Geschichte des Endes der Synagoge als auch die bisherigen Ergebnisse der Ausgrabungen zu präsentieren. Anschließend konnten wir direkt den ersten Vortrag der Vortragsreihe im Wintersemester besuchen, in dem Miroslav Popelka die wichtigsten vorgeschichtlichen Funde aus Böhmen vorstellte. Wir danken dem AMH und insbesondere Kay-Peter Suchowa für die spannenden Einblicke in eine laufende Grabung in Hamburg!

Text und Fotos: Robert Schumann

Exkursionsbericht: Museum August Kestner „Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“

Am Freitag, dem 21.07.2023, besuchte der Hamburger Vorgeschichtsverein die Sonderausstellung „Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“ im Museum August Kestner in Hannover.
Die Ausstellung stellt Frauen und ihre Forschungsleistungen in den Archäologien vom späten 18. bis zum 21. Jahrhundert mit dem Ziel vor, Archäologinnen und deren Beitrag zur Forschung im Fach selbst und in der breiten Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. So erhielten wir Einblicke in die spannenden und wechselhaften Biografien von bekannten Pionierinnen wie Sibylle Mertens-Schaaffhausen, (1797–1857), Ida von Boxberg (1806–1893), Johanna Mestorf (1828–1909), aber auch eher unbekannten wie Julie Schlemm (1850–1944), erfuhren von den Brüchen in den privaten und akademischen Lebensläufen von Margarete Bieber (1879–1978), Liebetraut Rothert (1909–2005) und Gertrud Dorka (1893–1976) zur Zeit des NS-Regimes und der Nachkriegszeit und lernten die unterschiedlichen deutsch-deutschen Forscherinnenschicksale von Waldtraut Schrickel (1920–2009) und Sigrid Dušek (1937–2009) kennen. Dass auch die Geschichte des Museum August Kestner eng mit zwei besonderen Persönlichkeiten verbunden ist, belegen die Geschichten von Hedwig Küthmann (1892–1967) und Irmgard Woldering (1919–1969).


Wir bedanken uns bei den beiden Kuratorinnen Frau Dr. Anne Viola Siebert und Frau Dr. Doris Gutsmiedl-Schümann für die informative und kurzweilige Führung und die spannende Diskussion über Frauen in der Archäologie und das Forschungsprojekt „AktArcha – Akteurinnen archäologischer Forschung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: im Feld, im Labor, am Schreibtisch“.

Link zur Ausstellung

Links zum Forschungsprojekt „AktArcha“:
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Text und Fotos: Lorenz Luick